Frankreich ist Partnerland der ISH 2019. Und das aus gutem Grund: Frankreich und Deutschland sind durch eine tiefe Freundschaft und starke ökonomische Bande miteinander verwoben. Ein deutsches Außenhandelsvolumen von 105 Milliarden Euro und ein französischer Export von 64 Milliarden Euro – jeweils in das andere Land – belegen das. Und auch energiepolitisch arbeiten beide Nationen Schulter an Schulter an der Umsetzung der Pariser Klimaverträge. Dabei stellen sie sich der Herausforderung, künftigen Generationen eine lebenswerte Ökologie zu hinterlassen. Insbesondere die Förderung effizienter und damit nachhaltiger Technologien steht im Fokus der gemeinsamen Ambition. Welche energiepolitischen Aktivitäten beide Länder konkret unternehmen und welche Rolle dabei jeweils der Wärmemarkt spielt ist heute unser Thema.
ISH Spezial: ISH-Partnerland – Deutschland und Frankreich im energiepolitischen Vergleich
Tiefengeothermieanlage in Hamburg: Wärme für 6.000 Haushalte
In Hamburg-Wilhelmsburg entsteht die erste Tiefengeothermieanlage der Stadt. Aus rund 1.300 bis 1.400 Metern Tiefe wird etwa 48 Grad Celsius warmes Thermalwasser gefördert. Zwei vierstufige Wärmepumpen mit zusammen rund 8 Megawatt Leistung bringen die geothermische Wärme anschließend auf das für das Wärmenetz benötigte Temperaturniveau von 75 bis 85 Grad Celsius.
Vorgefertigte Heizzentralen: So funktioniert die Wärmeversorgung im Quartier
Wie lässt sich die Wärmeversorgung eines größeren Wohnungsbauprojekts effizient planen und umsetzen? Bei einem Projekt der Kreiswohnbaugesellschaft Hildesheim kommen sechs baugleiche, vorgefertigte Energiezentralen zum Einsatz. Insgesamt werden damit 175 Wohnungen versorgt. Wir zeigen wie die Energiezentralen geplant und vorgefertigt werden und welche Vorteile der hohe Vorfertigungsgrad bei Transport und Montage bietet. Dabei geht es auch um die besonderen Anforderungen bei dichter Bebauung sowie um Wartung und den späteren Austausch einzelner Komponenten.