Erdwärme im Realitätscheck: Drei Vorzeigeprojekte aus dem Norden

Was kann Erdwärme wirklich leisten? SHK-TV war gemeinsam mit dem Bundesverband Wärmepumpe unterwegs im Norden Deutschlands und hat drei spannende Praxisbeispiele besucht: In Schwerin zeigen die Stadtwerke mit einer neuen Geothermie-Anlage, wie Fernwärme mit Erdwärme CO₂-neutral erzeugt werden kann. Weiter geht’s zur IHK Schwerin, wo Energiepfähle und Wärmepumpen das Ludwig-Bölkow-Haus versorgen. Und in Rostock wurde eine denkmalgeschützte Messehalle mithilfe eines unterirdischen Technikmoduls und Wärmepumpentechnik wieder nutzbar gemacht. Was diese Projekte eint? Hohe Effizienz, starke CO₂-Einsparungen – und viele Learnings für zukünftige Geothermie-Projekte.

Tiefengeothermieanlage in Hamburg: Wärme für 6.000 Haushalte

In Hamburg-Wilhelmsburg entsteht die erste Tiefengeothermieanlage der Stadt. Aus rund 1.300 bis 1.400 Metern Tiefe wird etwa 48 Grad Celsius warmes Thermalwasser gefördert. Zwei vierstufige Wärmepumpen mit zusammen rund 8 Megawatt Leistung bringen die geothermische Wärme anschließend auf das für das Wärmenetz benötigte Temperaturniveau von 75 bis 85 Grad Celsius.

Vorgefertigte Heizzentralen: So funktioniert die Wärmeversorgung im Quartier

Wie lässt sich die Wärmeversorgung eines größeren Wohnungsbauprojekts effizient planen und umsetzen? Bei einem Projekt der Kreiswohnbaugesellschaft Hildesheim kommen sechs baugleiche, vorgefertigte Energiezentralen zum Einsatz. Insgesamt werden damit 175 Wohnungen versorgt. Wir zeigen wie die Energiezentralen geplant und vorgefertigt werden und welche Vorteile der hohe Vorfertigungsgrad bei Transport und Montage bietet. Dabei geht es auch um die besonderen Anforderungen bei dichter Bebauung sowie um Wartung und den späteren Austausch einzelner Komponenten.