ISH Spezial: ISH-Partnerland – Deutschland und Frankreich im energiepolitischen Vergleich

Frankreich ist Partnerland der ISH 2019. Und das aus gutem Grund: Frankreich und Deutschland sind durch eine tiefe Freundschaft und starke ökonomische Bande miteinander verwoben. Ein deutsches Außenhandelsvolumen von 105 Milliarden Euro und ein französischer Export von 64 Milliarden Euro – jeweils in das andere Land – belegen das. Und auch energiepolitisch arbeiten beide Nationen Schulter an Schulter an der Umsetzung der Pariser Klimaverträge. Dabei stellen sie sich der Herausforderung, künftigen Generationen eine lebenswerte Ökologie zu hinterlassen. Insbesondere die Förderung effizienter und damit nachhaltiger Technologien steht im Fokus der gemeinsamen Ambition. Welche energiepolitischen Aktivitäten beide Länder konkret unternehmen und welche Rolle dabei jeweils der Wärmemarkt spielt ist heute unser Thema.

Wie wird ein ganzes Quartier mit Wärme versorgt?

Wie können ganze Quartiere klimafreundlich mit Wärme versorgt werden? Gemeinsam mit dem Bundesverband Wärmepumpe waren wir in Oberfranken unterwegs und haben uns innovative Energiekonzepte für Quartiere, Bürogebäude und Gewerbestandorte angeschaut. Wir besuchen ein Großprojekt der GETEC Gruppe in Bayreuth, sprechen mit den Spezialisten von BauGrund Süd über Geothermie und Erdsonden und werfen einen Blick auf das Energiekonzept des Lagarde-Campus in Bamberg. Dort werden große Teile der benötigten Wärme direkt vor Ort aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen.

Ressourcen sparen durch die Technische Gebäudeausrüstung (TGA)

Energieeffizienz und Ressourcenschonung sind in der modernen Gebäudeplanung elementar. Wie die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) dabei helfen kann, wurde auf dem Fach-Forum „Ressourcenmanagement im Gebäude – TGA neu denken“ diskutiert. Robert Kroth, Geschäftsführer von "80 Sekunden – Neues Bauen" hat das Treffens in der Viega World in Attendorn initiiert. Gemeinsam mit Entscheidern aus Industrie, Planung und der Wohnungswirtschaft, wurde nach Wegen gesucht, wie neue Standards in der Planung erreicht werden können.